Zum Abschluss des Feuerwehr-Übungsjahr wurde eine Alarmeinsatzübung durchgeführt. Als Brandobjekt war das Zentrum Sonnhalde, ein Gebäude in dem geistig und körperlich behinderte Menschen ein Wohn- und Ausbildungsplatz haben ausgesucht. Zu den Gründen, warum das Zentrum Sonnhalde als Objekt für die Alarmübung ausgesucht wurde und wie es abgelaufen ist, gibt Karl Nussbaumer Kommandant der Feuerwehr Menzingen Auskunft:
MA: Warum haben Sie als Uebungsleiter gerade dieses Gebäude ausgesucht? Der Umgang mit behinderten Mitmenschen ist schliesslich nicht jedermanns Sache.
KN: Die Geschäftsleitung vom Zentrum Sonnhalde ist auf mich zugekommen mit der Bitte eine Uebung mit dem Schwerpunkt Rettungen und Evakuierungen durchzuführen! Im Weiteren handelt es sich um ein grosses, verwinkeltes Gebäude mit hoher und spezieller Personenbelegung, damit waren wir mit einem hohen Schwierigkeitsgrad gefordert! Durch den Tag befinden sich über 100 Personen im Zentrum Sonnhalde.
MA: Welche Ziele haben Sie sich ins Auge gefasst und wurden diese erreicht?
KN: Hauptziel war die Rettungen der feuerbedrohten Personen auszuführen und die bedrohten Gebäude zu evakuieren. Dabei wollten wir die erwähnten Schwierigkeiten so realitätsnah wie möglich üben und die Zusammenarbeit zwischen Personal und der Feuerwehr testen, welche übrigens hervorragend geklappt hat.
MA: Welche Mittel haben Sie eingesetzt?
KN: Wir haben die ganze Feuerwehr Menzingen “übungs- alarmmässig“ aufgeboten, sowie den Atemschutzzug der Nachbarsfeuerwehr Neuheim, die Autodrehleiter der Stützpunkt-Feuerwehr Zug und die RDZ!
MA: Wie hat die Zusammenarbeit zwischen Heimangestellten und Feuerwehr funktioniert?
KN: Die Zusammenarbeit hat sehr gut funktioniert, aber es zeigte sich auch, dass es wichtig war insbesondere in der Kommunikation zusammen zu arbeiten.
MA: Welche Lehren ziehen Sie aus dieser Übung?
KN: Das bei so einem Objekt rasch genügend Mittel aufgeboten werden, damit die Rettungen sofort und kompetent ausgeführt werden können. Das heisst sofort Nachbarsfeuerwehr mit aufbieten, sowie Stützpunkt mit Rettungsfahrzeugen. Im Weiteren, das es nicht einfach ist behinderte Personen über eine Leiter, bzw. Hubretter zu retten. Zum Schluss möchte ich allen Beteiligten danken, dass wir diese Uebung durchführen durften, nur mit solchen realitätsnahen Uebungen können wir uns verbessern und sind für den Ernstfall gerüstet.
Feuerwehr Menzingen, Agostinis Marco
Hier noch ein paar Impresionen:
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