Feuerwehr              
Menzingen  

Die Feuerwehr Menzingen stellt sich vor

Komm zur Feuerwehr und tue Gutes

Karl Nussbaumer

Die Aufgaben einer Dorffeuerwehr sind vielfältiger als man glaubt. Das Kommandieren erinnert an Armeestrukturen. Das freiwillige «dabei sein» aber an einen Verein.

PD/MS - Im Zusammenhang mit den Finanzen einer Gemeinde wird die Notwendigkeit einer Dorffeuerwehr immer wieder in Frage gestellt. Es ist sicher richtig, dass dessen Betrieb praktisch nur auf der Ausgabenseite zu finden ist. Doch: Wie viel ist Sicherheit wert? Was wird von einer Feuerwehr erwartet? Was muss sie können? Die Antwort ergibt sich schon im Wort selbst: Feuer abwehren, respektive löschen. Was macht diese Organisation aber auch noch? Überflutete Keller auspumpen, Verkehrsregelung bei Unfällen oder grossen Anlässen, Brandwache bei Anlässen mit ungenügenden Fluchtmöglichkeiten, Personen aus misslichen Lagen befreien (Liftrettung), Tierrettung bei unterschiedlichsten Ereignissen, bei Unwetter Strassen wieder befahrbar machen und wie oben schon erwähnt, Brände löschen.

Multifunktionale Organisation Engagierte Frauen und Männer geben einen Teil ihrer Freizeit für die Sicherheit in unserem Dorf. Unsere Feuerwehr Menzingen zählt 96 Angehörige (AdF). Davon sind zehn Offiziere und neun Gruppenführer. Aufgeteilt in fünf Zügen kommen wir auf fast der ganzen Gemeindefläche (ca. 27,63 km²) zum Einsatz. Einzig die Gemeindegebiete Gottschalkenberg, Höllgrotten und Neuägeri werden von unseren Nachbarfeuerwehren Oberägeri, Baar und Unterägeri einsatzmässig abgedeckt. Die grösste Zusammenarbeit findet mit der Feuerwehr Neuheim statt. Ob mit unseren Nachbarn oder im eigenen Korps festigen wir bei diversen Kaderübungen, sowie Spezialisten- (Sanität, Verkehrs- und Elektrodienst, Atemschutz) und Mannschaftsübungen unsere Kenntnisse und können dadurch in den beiden Gemeinden noch mehr Sicherheit bieten.

Verschiedene Aufgabengebiete Verkehrsregelung bei einem Feuerwehreinsatz, Unwetter oder zur Unterstützung der Polizei bei einem Verkehrsunfall. Das Betreiben einer Sanitätsstelle (Verwundetennest) und Unterstützung des Rettungsdienstes. Stromabschaltung bei einem Brandobjekt, Sicherstellung einer Beleuchtung auf dem Einsatzort. Das alles sind Aufgaben die der Spezialistenzug erledigen muss. Die Löschzüge 1+2 sind für den Wassertransport und für die Löscharbeiten ausserhalb eines Brandobjektes zuständig. Der Atemschutzzug ist für Löscharbeiten im Inneren des Gebäudes verantwortlich, sowie die Suche und Rettung allfällig im Gebäude befindlichen Personen. Der Transportzug stellt den Materialtransport und das Betreiben der Motorspritzen und des Tanklöschfahrzeuges sicher.

Kommunikationsfähig Im Jahr 2010 wurden rund 758 Einsatzstunden geleistet. Die zwei grössten Einsätze waren die beiden Unwetter im Juli und August. Da in der Regel die ganze Gegend betroffen ist, können wir nicht immer mit Nachbarschaftshilfe rechnen. So ein Einsatz kann mehrere Stunden dauern. Da werden schnell bis zu 20 Schadenmeldungen innert kürzester Zeit abgesetzt. Dem Einteilen der Mannschaft sowie der Verpflegung muss anders Rechnung getragen werden als bei nur einem Schadenplatz. Vom Einsatzleiter und Offizieren werden dabei Managerqualitäten erwartet. Die AdF müssen verschiedene Arbeiten erledigen können. Einsatz einer Wasserpumpe, die Handhabung einer Motorsäge oder das Freischaufeln einer Strasse.

TLF in Aktion In einer Dorffeuerwehr wird mit Kommandos kommuniziert, respektive Aufträge erteilt. Trotzdem kann sich eine Person die mit der Armee nicht viel anfangen kann wohl fühlen. Im Einsatz braucht es eine kurze, schnelle Kommunikation. Diese ist leicht verständlich, verhindert Missverständnisse und spart wertvolle Zeit. Jeder AdF, der ein Kommando hört, weiss sofort was gemacht werden muss und jeder versteht dasselbe. So wird auch die Unfallgefahr bei Übungen und Einsätzen auf einem geringen Niveau gehalten. Klare Strukturen und ein freundschaftliches Miteinander. Das zeichnet die Feuerwehr Menzingen aus.

Ist Dein Interesse geweckt? Unter www.feuerwehr-menzingen.ch findest Du weitere Infos über uns. Fragen kannst Du unter info@feuerwehr-menzingen.ch stellen. Oder komm doch an unseren Infoabend am 27. Oktober ins Feuerwehrgebäude Eu.

Bericht in der Zuger Woche vom 27. Juli 2011

 

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